Was du gegen den Klimawandel tun kannst!
Klimaziele nicht erreicht - Stehen wir dem Klimawandel hilflos gegenüber?
Einmal im Jahr ist es soweit. Die Regierungsvertreter dieser Welt kommen auf dem UN Klimagipfel zusammen und verhandeln über eine weitere Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Stets werden anspruchsvolle Ziele formuliert, optimistische Beschlüsse gefasst und das Ganze am Ende in eine verpflichtende Absichtserklärung gepackt und diese stolz verkündet.
Im Anschluss versuchen die einzelnen Staaten diese Beschlüsse in die Tat umzusetzen. Dies geschieht mal mehr, mal weniger erfolgreich und oftmals bleibt es lediglich bei dem Versuch. So musste zum Beispiel auch die deutsche Bundesregierung in Ihrem Klimaschutzbericht 2017 eingestehen, dass das für 2020 angestrebte Ziel der Reduzierung der Treibhausgasemissionen für Deutschland nicht zu erreichen sein wird. Solche Meldungen sorgen bei vielen Menschen für Verunsicherung und ein Gefühl der Hilflosigkeit. Selbstverständlich möchte man persönlich gerne etwas gegen die Klimaveränderung tun, weiß aber oft nicht so recht wo man anfangen soll.
Was dabei immer wieder auffällt, ist die Tatsache, dass sich die politische sowie die öffentliche Debatte fast ausschließlich auf den Energiesektor und das Verkehrswesen als Hauptverursacher für den Klimawandel konzentriert. Diese Debatte ist inzwischen ideologisch und emotional extrem aufgeheizt und wird mit geradezu religiösem Eifer geführt. Es stimmt zwar, dass in diesen beiden Bereichen eine enorme Menge an klimaschädlichen Gasen freigesetzt wird, dies ist aber für die industrielle Tierhaltung umso mehr zutreffend. Studien zu diesem Thema gehen von einem Anteil der Tierhaltung von bis zu 51 Prozent am weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen aus. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2018 zum Beispiel belegt, dass die weltweit 20 grössten Fleisch- und Molkereikonzerne zusammen mehr klimaschädliche Gase emittieren als Deutschland, Kanada, Australien, Großbritannien oder Frankreich! Trotz dieser unbestreitbaren Fakten liegt die exzessive Tierhaltung als Klimasünder meist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung.
Werde selbst aktiv!
Dabei würde es sich gerade hier anbieten, den Hebel anzusetzen. Durch den Umstieg auf eine vegane Lebensweise lassen sich unmittelbar und, verglichen mit anderen Lösungen, unglaublich einfach, enorm positive Effekte in Sachen Klimaschutz erzielen. Wir brauchen nicht abzuwarten, bis der komplette Energiesektor kosten- und zeitintensiv auf erneuerbare Energien umgestellt wird. Falls dieses Ziel überhaupt realistisch ist, wäre es voraussichtlich erst im Jahre 2050 soweit. Wir brauchen uns auch nicht darauf zu verlassen, dass die Industrie rechtzeitig alternative Antriebskonzepte für unsere Mobilität entwickelt und die Regierung die nötige Infrastruktur schafft, um diese alternativen Antriebe auch nutzerfreundlich verwenden zu können. Ganz zu schweigen davon, dass die Ökobilanz von Elektrofahrzeugen bislang nicht zwingend besser ist, als die von herkömmlichen Fahrzeugen. Wir können selbst etwas unternehmen und den Klimawandel mit ganz einfachen aber sehr effektiven Mitteln sofort bekämpfen.
Durch den Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs und eine Ernährung auf pflanzlicher Basis, optimal mit saisonalen Zutaten aus vorwiegend regionaler Herkunft, lässt sich mit geringem Aufwand unglaublich viel bewirken. Wir selbst werden zum Klimaretter und sind nicht auf die Entscheidungen aus Politik und Wirtschaft angewiesen. Durch unseren Entschluss vegan zu leben, übernehmen wir selbst die Verantwortung und Kontrolle und können so jeden Tag aufs neue dabei mitwirken, unser Klima zu schützen und die unsere Erde für die zukünftigen Generationen zu bewahren.
Neben dem Umstieg auf eine vegane Lebensweise gibt es selbstverständlich noch einige weitere gute Möglichkeiten dem Klimawandel entgegenzuwirken. In diesem Beitrag haben wir einen näheren Blick auf ein paar dieser Möglichkeiten geworfen.